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Attributive Regelkarten basieren auf dem Vorhandensein und Entdecken von Fehlern (Gut / Schlecht-Prinzip; zählende Prüfung)
Variable Prüfung: Anzeige der Größe und Richtung der Streuung
Attributive Prüfung:
- Anzeige des Anteils und der Streuung der fehlerhaften Produkte
- erfordert große Stichprobenumfänge
- setzt häufig Fehler voraus
- Einsatz wo messen nicht praktikabel ist
- braucht, klar definierte Fehlerkriterien
- Erstelle Qualitätsstandard
- Entwickle für die Aufgabe geeignete visuelle Hilfen
- Erkläre die Standards den betroffenen Mitarbeitern
- Mitarbeiter sollen fähig sein, die Standards zu unterscheiden z.B. gutes Sehvermögen
- Schule fehlerentdeckende Fertigkeiten und Urteilsvermögen
- Einwandfreie Prüfumgebung (z.B. Temp., Luftfeuchtigkeit)
p-Karte: Anteil fehlerhafter Einheiten (Stichprobenumfang nicht konstant) np-Karte: Anzahl fehlerhafter Einheiten (Stichprobenumfang ist konstant) c-Karte: Anzahl Fehler (von Stichproben mit konstantem Umfang) u-Karte: Anteil Fehler pro Einheit (von Stichprobenwechselnder Größe) Beispiel von Fällen, in denen Karten angewandt werden können
Merkmale Regelkarte Vorhandensein / Nichvorhandensein erforderlicher Schrauben
Elektrischer Strom fließt / fließt nicht
Wellendurchmesser richtig / falschp-Karte für Anteil fehlerhafter Einheiten
oder
np-Karte für die Anzahl fehlerhafter Einheiten (Stichproben gleichen Umfangs)Blasen in einer Windschutzscheibe
Farbfehler an einer Tür
Längsrisse im Materialc-Karte für die Anzahl Fehler (Stichproben gleichen Umfangs) oder
u-Karte für die Anzahl Fehler pro untersuchter EinheitDie p-Karte:
Beispiel: p-Regelkarte
Beispiel p-Regelkarte mit Prozessverbesserung
wichtig:
a) gut / schlecht Prinzip b) Anteil: Datensammlung:
Stichprobenumfang:
- groß (>50)
- mehrere fehlerhafte Teile in einer Stichprobe
- empfehlenswert: Stichprobenumfang möglichst konstant halten
- geeignete Maßstabauswahl
Berechnung der Eingriffgrenzen:
Berechne für den Untersuchungszeitraum den mittleren Anteil fehlerhafter Einheiten.
n = Stichprobengröße
p = Fehler
m = Stichprobenanzahl
= Anzahl fehlerhafter Anteile in der R-ten Stichprobe der Größe
Berechnen des durchschnittlichen Probenumfang:
= wechselnde Anzahl geprüfter Einheiten
Obere und Untere-Eingriffgrenze:
Stichprobenumfang soll nicht mehr als 25% schwanken
Analyse der Datenpunkte:
- Punkte außerhalb der Eingriffgrenzen:
Oberhalb der OEG:
- Prozeßgüte verschlechtert
- Punkt falsch eingezeichnet
- Eingriffgrenze falsch
- Bewertungskriterium verschärft (Prüfer, Lehre)
Unterhalb der UEG:
- Eingriffgrenze falsch
- Punkt falsch eingezeichnet
- Prozeßgüte ist verbessert
- spezielle Kurvenverläufe innerhalb der Eingriffsgrenzen und nicht zufällige Kurvenverläufe.
Prozeß- bzw. Systemänderungen:
nach Beseitigung von systematischen Fehlern muß der Mittelwert und die Eingriffgrenzen neu berechnet werden.Die np-Karte:
Beispiel: np-Regelkarte
Anzahl fehlerhafter Einheiten in einer Stichprobe
Stichprobenumfang ist konstant
Anzahl fehlerhafter Einheiten einfacher zu berechnen als Anteil
Berechnung der Eingriffgrenzen:
= Anzahl fehlerhafter Einheiten in der Stichprobe 1,2,...
n = Stichprobenumfang m = Anzahl der Stichproben
Beispiel
In der ersten Probe von Erdnüssen (n = 100) sind 3 Erdnüsse schlecht ! Die c-Karte:
Beispiel: c-Regelkarte
Bei der c-Karte wird die Anzahl der Fehler in einer Stichprobe gezählt (Im Gegensatz zu der Anzahl fehlerhafter Einheiten auf einer np-Karte). Die c-Karte erfordert einen konstante Menge Prüfmaterial.Anwendung:
- Wenn die Teile über einen mehr oder weniger kontinuierlichen Produktionsfluß verstreut sind, z.B.:
- Risse über die Länge eines Stabes
- Blasen im Glas
- Stellen dünner Isolation auf einem Draht
- wenn die Fehler in einer untersuchten Stichprobe von vielen verschiedenen Ursachen stammen könnten, z.B.:
- Aufzeichnung einer Reparaturstation, in der jedes einzelne Fahrzeug oder Teil einen oder mehrere Fehler der verschiedensten Art haben könnte.
Berechnung der Eingriffgrenze:
Durchschnittliche Fehlerzahl: m = Stichprobenanzahl
Die u-Karte:
Anwendung:
Wenn die Fehler pro Einheit in einer Stichprobe gezählt werden. Der Stichprobenumfang braucht nicht konstant zu sein.Prozeßmittelwert für die Fehlerzahl pro Einheit:
Fehlerzahl pro Einheit:
Eingriffsgrenzen:
update: 23.02.2002